Bestattungshaus Zeitlos ~ Herford

Zeitlos in Memoria – Post Mortem

Das Bestattungshaus Zeitlos möchte an alten und bewerten Ritualen festhalten und diese wiederbeleben. Dazu zählt auch die Totenfotografie. Zwischen 1940 und 1960 verschwand die Post Mortem Fotografie fast vollständig aus dem nordeuropäischen und nordamerikanischen Raum. In Deutschland gibt es mittlerweile wieder Fotografen, die die Toten im Auftrag ihrer Angehörigen fotografieren. Das kann auch ein Teil der Trauerbewältigung sein. Dies kann hilfreich sein den Tod wahrzunehmen und zu akzeptieren. Es gibt viele Perspektiven oder Details die sich bildlich besonders gut darstellen und einfangen lassen. Post Mortem oder Totenfotografie ist das Fotografieren von Verstorbenen und die dadurch entstehenden Aufnahmen. Schon in der Renaissance, also noch vor der Erfindung der Fotografie, wurden Adelige oder hohe Geistliche auf ihrem Totenbett gemalt. In Europa spielten fotografischen Aufnahmen als Teil des Totenkultes im späten 19. Jahrhundert – als noch meist zu Hause gestorben wurde und der Tod als ganz normaler Teil des Lebens galt – eine bedeutende Rolle.

Die Aufnahmen ermöglichten es die Verstorbenen in Erinnerung zu behalten. Besonders Kinder, welche im viktorianischen Zeitalter (1860-1910) nicht selten früh verstarben, wurden nach ihrem Tod fotografiert. Die Darstellungen der Toten in den Aufnahmen lassen sich in drei Typologien aufteilen: „der letzte Schlaf“ – die Toten wurden schlafend, seltener auch in Särgen dargestellt. „Lebend aber tot“ – die Toten wurden möglichst lebendig dargestellt, Kinder oftmals mit Spielzeug und „mit Angehörigen“ = die Verstorbenen waren im Kreis der Familie zu sehen. In der Regel trugen die Verstorbenen ihre besten Kleider. Metallene Ständer gelten oft als Mittel die Toten aufrecht zu erhalten. Einige kritische Stimmen gehen allerdings davon aus, dass diese Vorrichtungen eher die Lebenden darin unterstützen sollten still zu stehen.

Schon in der Renaissance, also noch vor der Erfindung der Fotografie, wurden Adelige oder hohe Geistliche auf ihrem Totenbett gemalt. Ein Post Mortem Foto ist das von Abraham Lincoln . Die Post-Mortem Fotografien waren oft eine der wenigen,wenn nicht die einzigen Aufnahmen, die eine Person zeigten, denn Fotos waren zu dieser Zeit noch recht unüblich und gehörten nicht zum alltäglichen Leben. Die neue Technik ermöglichte es zudem die Bilder zu vervielfältigen und waren oft das Letzte was von den Verstorbenen blieb.