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– Das Testament –

Jeder Mensch hat das Recht, innerhalb eines bestimmten Rahmens den Ort, die Form und den Ablauf seiner Beerdigung zu bestimmen. Voraussetzung ist allerdings, dass dieser Wunsch schriftlich festgehalten wird: in der letztwilligen Verfügung, dem Testament. Der formal korrekt verfasste letzte Wille ist bindend für die Angehörigen. Liegt kein Testament vor, entscheiden die nächsten Angehörigen. Ist kein Ehepartner hinterblieben, gilt der Wille der Kinder oder deren Ehegatten.
Es folgen die weiteren Verwandten in der Reihe ihres Verwandtschaftsgrades.
Im Zweifelsfall kann bei unterschiedlichen Auffassungen zwischen Angehörigen
gleichen Grades die Polizei- oder die Ordnungsbehörde

Erbrecht der Verwandten

Nach der gesetzlichen Erbfolge erben in erster Linie die Verwandten des Erblassers.
Die gesetzliche Erbfolge unterscheidet zunächst zwischen verschiedenen

Ordnungen:
Ordnung: Abkömmlinge des Erblassers, z.B. Kinder, Enkel und Urenkel

Ordnung: Eltern des Erblassers und deren Nachkommen, z.B. Geschwister und Neffen/Nichten

Ordnung: Großeltern des Erblassers und deren Nachkommen, z.B. Onkel/Tanten und Vettern/Basen

Ordnung: Urgroßeltern des Erblassers und deren Nachkommen, z.B. Großonkel/Großtanten und fernere: Entferntere Voreltern des Erblassers und deren Nachkommen Stiefkinder sind mit dem Erblasser nicht blutsverwandt und daher keine gesetzlichen Erben.
Hingegen werden Adoptivkinder wie leibliche Abkömmlinge behandelt.

Ein zum Zeitpunkt des Erbfalls lebender Verwandter höherer Ordnung schließt Verwandte niederer Ordnung aus, d.h. hat nur ein Kind, Enkel oder Urenkel den Erblasser überlebt,scheiden alle anderen Verwandten,
die der 2. oder einer höheren Ordnung (z.B. Eltern, Geschwister, Großeltern) als gesetzliche Erben aus (sog. Repräsentationsprinzip).
Erst wenn niemand aus der ersten Ordnung den Erblasser überlebt hat, erben die Verwandten zweiter Ordnung.
Innerhalt einer Ordnung schließen die im Zeitpunkt des Erbfalls lebenden Verwandten des Erblassers (z.B. Kind des Erblassers) ihre eigenen Abkömmmlinge (z.B. Enkel des Erblassers) von der gesetzlichen Erbfolge aus.

ERBRECHT DES EHEGATTEN
Neben den Verwandten hat der Ehegatte ein gesetzliches Erbrecht.
Dessen Höhe hängt davon ab, in welchem Güterstand die Ehegatten lebten und von der Ordnung, der die überlebenden Verwandten des Erblasser angehören (§ 1931 Absatz 1 BGB).
Neben Erben der 1. Ordnung erbt der überlebende Ehegatte ¼ , neben Verwandten der 2. Ordnung oder neben Großeltern ½ ; treffen in der dritten Ordnung neben Großeltern auch Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch den Anteil, der den Abkömmlingen zufallen würde.
Hierzu kommt noch beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft ein weiteres ¼ als „pauschalisierter Zugewinnausgleich (Vorsicht: bei anderem Güterstand greifen andere Regeln ein, welche hier nicht dargestellt werden können).

Sind weder Verwandte der ersten oder zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden,
so erbt der überlebenden Ehegatte allein.